57th & 9th
Sep
13
2017
Rankweil, ATCity Square
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Songs zum Aufwachen und Näherrücken...

Überraschendes und berührendes Intro: Sting mit Sohn Joe Sumner. Einer der Besten kam zum Schluss: Sting beendete gestern Abend die diesjährige Open-Air-Saison in Vorarlberg

Genau genommen oder auch erfreulicherweise war es eine ganze Gruppe von Stars, die sich das Alte Kino Rankweil als Veranstalter sicherte, um zum Finale der diesjährigen Open-Air-Saison noch etwas Besonderes anzubieten. Weltstar Sting hatte nicht nur Dominic Miller, Josh Freese und Rufus Miller dabei, sondern auch seinen Sohn Joe Sumner. "Gibt’s doch keine Vorband?“, raunte da der eine oder andere, der noch mit dem Bier und einem Burger in den Händen am gestrigen Abend um Punkt 20 Uhr Stings ansichtig wurde. Zum Glockenschlag der Basilika wurde gemeinsam ein Lied angestimmt, dann hatte Joe die Bühne allein, ließ hören, dass er stimmlich absolut auf Zack ist, und dass auch ein Sound, der sich an sich nicht zum Aufheizen eignet, aufmerksame Hörer findet. Erstens, weil er authentisch und unverfälscht rüberkommt und zweitens, weil er einen kreativen Mix darstellt.

Absolut passend also für Sting und Co. Das nach jahrelanger Pause erschienene neue Album "57th & 9th“, benannt nach einer Straßenkreuzung, versammelt eher karge Songs, die live aber jene Dynamik entwickeln, die man sich beim Einhören erhofft hat. Da sind viele interessante Arrangements dabei, die aufwecken und näherrücken, also genau hinhören lassen. Die Störfaktoren eines Open-Air-Konzerts möchte man da am liebsten ausklammern. Aber was soll’s, die Tausenden von Fans verschiedener Altersgruppen, die sich am Marktplatz von Rankweil versammelten, verstanden das Näherrücken eher als ein Zusammenrücken bei "Can’t Stop Thinking About You“, "Englishman in New York“ oder "If I Ever Lose My Faith in You“, "Fields Of Gold“ usw.

Sting hatte auch die großen und die alten, durchwegs gut bearbeiteten Hits mitgebracht, wirkte bei der Kontaktaufnahme mit dem Publikum ungemein sympathisch, ließ die Gitarren- und Akkordeonsoli der Crew feiern und bot den Fans ein so unterhaltendes, mitreißendes wie musikalisch anspruchsvolles Konzert.

(c) Vorarlberger Nachrichten

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