Jun
26
2001

Hamburg, DE (Stadtpark)

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With Nitin Sawhney

SHOW REVIEW

Sting: Jubel für die Klassiker...

Brandneues Material legte Sting auf der Stadtparkbühne nicht vor - zur Freude seiner treuen Fans, die den britischen Musiker schon seit fast einem Vierteljahrhundert begleiten. Sie wedelten wild mit ihren neonfarbenen Leuchtstäben, jubelten und sangen aus voller Kehle, sobald sie Klassiker wie 'Englishman In New York' und alte Police-Nummern wie 'Message In A Bottle' oder 'Roxanne' erkannten. Die bot der charmante Sänger und Bassist, dessen bürgerlicher Name Gordon Sumner ist, mit einer hochkarätigen Band zum Teil in jazzigem Gewand dar. Speziell Trompeter Chris Botti, der Sting häufig begleitet, und Keyboarder Jason Rebello ernteten zu Recht Applaus. Gut 100 Minuten bot Sting - im knappen, fröhlich-bunten Shirt - mit seiner sechsköpfigen Band seine erfolgreiche Mischung aus Pop, Ethno-Musik, Reggae, Rock, Jazz und gar einer HipHop-Einlage dar.

Trotz schwelgender Rückblicke in die Vergangenheit des 49 Jahre alten Musikers durften natürlich auch Stücke seines aktuellen Albums 'Brand New Day' nicht fehlen, die allerdings selbst die Sting-Stammkäufer noch nicht fließend mitsingen konnten. Anders bei der Interpretation des Brecht-Klassikers 'Die Moritat von Mackie Messer', die Sting in einwandfreiem Deutsch sang. Für eine Zugabe blieb wegen der Lärmverordnung für den Stadtpark, die ein Konzertende spätestens um 22 Uhr vorschreibt, leider keine Zeit.

Im Vorprogamm des Künstlers stellte Nitin Sawhney Songs seines aktuellen Albums 'Prophesy' vor; seine spirituelle Soulmusik fand im Stadtpark jedoch nur mäßigen Anklang.

(c) Hamburger Abendblatt by author unknown

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